Bitte klicken um zur Startseite zu kommen ! Bitte klicken ! Bitte klicken ! Bitte klicken ! Bitte klicken ! Bitte klicken !
bitte klicken bitte klicken bitte klicken bitte klicken bitte klicken bitte klicken bitte klicken bitte klicken bitte klicken bitte klicken bitte klicken bitte klicken bitte klicken bitte klicken

 

 

 

                                                                                                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                  

                                  

 

 

 

 

 

                                            

                                           

                              

 

 

 

 

 

                 

 

 

 

 

                    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

200 Jahre Rettung des Berghölzchens vor dem Kahlschlag

 

1812

Zwei Hildesheimer verhindern den Verkauf des Berghölzchens an einen Zimmermann, der es abholzen will, um Ackerland daraus zu machen.

Sie kaufen den kleinen Bergwald und stellen ihn der Öffentlichkeit zur Verfügung, siehe Moritz vom Berge 1996/97

1992

Der Landkreis überträgt die Zuständigkeit für den Naturschutz an die Stadt Hildesheim.

Einige bis dahin geschützte Altbäume werden gefällt und ehemalige Landschaftsschutzgebiete werden bebaut, siehe Moritz vom Berge 1994

1995

Auf dem Berghölzchen werden 80 - 100 Bäume zum Abholzen markiert .

Die angekündigte Auslichtungsmaßnahme führt zu Protesten in der Bevölkerung, da unter den markierten Großbäumen viele alt und gesund sind.

Verschiedene Umweltverbände (LBU, Bund, OVH und NABU) beantragen die Sicherstellung und den Schutz der alten Buchenallee als Naturdenkmal.

Die Bürgerinitiative Moritzberg fordert, daß alle Bäume ab 60 cm Stammumfang geschont werden, siehe Moritz vom Berge 1995/96

1996

Das Abholzen wird durch Bürgerproteste verhindert und die Markierungen entfernt, siehe Moritz vom Berge 1996

2009

Das Forstamt der Stadt Hildesheim hat 21 alte Buchen markiert.

Die Naturschutzbehörde beruhigt die Baumschützer und spricht von einer notwendigen Totholzentnahme aus Verkehrssicherheitsgründen.

 Zitat: "Im Einzelfall könne dies eine Fällung bedeuten. Es sei jedoch keinesfalls geplant, alle markierten Bäume zu fällen".

 Am 29.9.2009 wurden alle 21 Buchen abgeholzt. 

Die Naturschutzbehörde spricht von einem Mißverständniss zwischen Forstamt und Naturschutzbehörde, siehe Moritz vom Berge 2009

2010

Ohne Ankündigung wird ein 40 Meter hoher Handymast aufgestellt und erneut werden gesunde Altbäume gefällt, siehe Foto

2012

Die Rettung des Berghölzchen vor dem Abholzen jährt sich zum 200 hundertsten Mal.

               

 

 

 

                             

 

200 Jahre Rettung des Berghölzchens

Wir wohnen unterhalb des Berghölzchens und so kommt es oft vor, dass wir mit unseren kleinen
Jungs und Dogge "Gloria" das kleine romantische Wäldchen durchwandern.
In diesem geschichtsträchtigem Wald passieren wir häufig den Gedenkstein für die "Retter des Berghölzchens".
Auf dem Findling stehen die Namen von "Franz Wilhelm Frische" und "Sigismund von Beroldingen" und das Datum 1812.
Die beiden Herren haben vor 200 Jahren das Berghölzchen vor der Abholzung gerettet indem Sie es kauften
und der Öffentlichkeit zur Erholung zu Verfügung stellten
Auf dem Kammweg des Berges entstand eine Buchenallee,
Seit über 200 Jahren gibt es ein Ausflugslokal mit atemberaubenden Blick über die Stadt.
Man erstieg über die Buchenallee den Kamm des Moritzberges und wanderte zu dem Vergnügungsort.
Bei Tanz und Theateraufführungen befreite man sich von den Zwängen seiner Zeit.
Der Hildesheimer lustwandelte in dem von Königen, Pfaffen und Naturfreunden geschützten Wald.
Um die Bäume herum legten die Juden einen Friedhof an.
Die Christen pilgerten vom Prozessionskreuz zur Mauritiuskirche.
1911 wurde die Selbständigkeit der Kleinstadt Moritzberg aufgegeben und man ließ sich von Hildesheim eingemeinden.
Das Berghölzchen blieb ein geschützter Wald.
Trotz großer Brenn und Bauholznot der Nachkriegsjahre wurde die Allee und die alten Waldbäume nicht angetastet .
1992 wurde die Zuständigkeit für das Berghölzchen vom Landkreis auf die Stadt übertragen.
Einige bis dahin geschützte Altbäume wurden gefällt und ehemalige Landschaftsschutzgebiete erhielten eine Baugenehmigung.
1995 scheiterten verschiedene Naturschutzverbände (BUND, OVH, NABU und LVU) mit einem Antrag,
die Buchenallee als Naturdenkmal zu bewahren.
Eine Moritzberger Initiative forderte den Schutz aller Bäume über 60 cm Stammdurchmesser. Auch sie wurden nicht gehört

2009 werden 21 alte Bäume im Bergholz zerstört



Im Sommer 2009 entdeckte ich an 21 Buchen der alten Allee einen roten Punkt.
Um dem drohenden Kahlschlag etwas entgegen zusetzen, heftete ich Protestflyer an die Stämme, fotografierte die Bäume
und fragte schriftlich bei der Naturschutzbehörde nach den Gründen der Markierung.
Dort beruhigte man mich, indem man von einer notwendigen Totholzentnahme aus Verkehrssicherheitsgründen sprach.
Zitat: " Im Einzelfall könne dies eine Fällung bedeuten. Es sei jedoch nicht geplant, alle markierten Bäume zu fällen".
Am 29.9.2009 wurden alle 21 Buchen gefällt.
Auf Nachfrage von "Bündnis 90/Die Grünen" sprach die Naturschutzbehörde von einem Missverständnis zwischen Forstamt
und Naturschutz.
Im Gespräch mit der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung,
rechtfertigte der Revierförster die Baumfällungen mit der Verkehrssicherrungspflicht und dem schlechten Zustand der Bäume.
Auf den Fotos sieht man dagegen markierte Bäume ohne Stammschäden, die bis in die Kronen hinein totholzfrei sind.

Auch 2010/2011 fielen wieder Baumriesen im Hölzchen. Ein 40 Meter hoher Handymast wurde errichtet.
Warum wird heute das Wertvollste zerstört was diesen Wald ausmacht.
Sind alte Bäume nur noch ein Sicherheitsrisiko für die Beamten und ein Kostenfaktor bei der Pflege ?
 


2012 Feiern statt Fällen

Trotz dieser negativen Entwicklung gibt es viele Gründe das kommende Jubiläum "200 Jahre Rettung des Berghölzchens", zu feiern.
Ca. 60 Bäume sind älter als 150 Jahre, ein paar Eichen sind über 300 Jahre alt,
Sie sind nicht nur CO2 Filter,Sauerstoffproduzenten und der Lebensraum der Waldtiere.
Sie sind die lebendige Geschichte des Moritzberges. Im Sommer 2012 wollen wir ein Waldfest unter dem Motto "Feiern statt Fällen" veranstalten.
Feiern Sie bitte mit. Die Baumriesen sind das Vermächtnis unserer Vorfahren und hoffentlich noch das Erbe für unsere Kinder.
Weitere Fotos, Informationen und Presseartikel zum Thema finden Sie auf der Website, www.HildesheimerNatur.de/moritzberg
Gut Holz !

Thomas Vespermann
Quellen : Moritz vom Berge, Wikipedia,